Wir organisieren Segeltörns und Reisen für Menschen mit- und ohne Behinderung.
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W E I L   D E R   W I N D   K E I N E N   U N T E R S C H I E D   M A C H T ! 

Ursula Janning (Autor)

KURZBESCHREIBUNG

Wind, Wellen, Rollis - und verstrickt in das eigene Helfersyndrom. Auf der Ostsee, Nordsee und dem IJsselmeer mit einem über 100 Jahre alten Zweimaster zu segeln ist eine Sache, dabei mit anzufassen und eigene Grenzen zu überschreiten eine andere. Zu lernen, dass ein Mensch im Rollstuhl weit weniger hilflos ist, als man denkt, macht aus einem Segeltörn ein Abenteuer der ganz besonderen Art.
"Weil der Wind keinen Unterschied macht" berichtet von einem solchen Abenteuer. Ein augenzwinkernder Reisebericht der sehr persönlichen Art über das Miteinander behinderter und nichtbehinderter Menschen auf dem niederländischen Plattbodenschiff "Lutgerdina", erzählt aus der Sicht einer blutigen Segelanfängerin.
Lesevergnügen für alle, die sich gerne eine frische Brise um die Nase wehen lassen oder von Wind und Wellen träumen - mit mehr Tiefgang als ein Plattbodenschiff jemals haben wird.

Broschürenheftung, 16 Kapitel inklusive 30 Farbfotos, unverbindliche Preisempfehlung: 7,- Euro + Versandkosten 1,30 bis zu 3 Exemplare.

Der Versandt erfolgt über Frau Ursula und wird gegen Vorkasse abgerecht. Die Bankverbindung wird Ihnen per Mail mitgeteilt.

Leseprobe 1:

Wir segeln

Wir haben so lange gespült, dass inzwischen die Sonne verschwunden ist. Dicke dunkle Wolken hängen über uns am Himmel. Der Wind hat zugenommen, es nieselt und die Gischt spritzt auf, wenn die Lutgerdina auf die Wellen klatscht. Auf dem Deck bewegen sich unförmige blau-orange Figuren, die mich noch am ehesten an die Teletubbies erinnern. Was ist hier passiert!? Sind wir während unserer Spülorgie unbemerkt von einer wilden Horde Laa-Laas, Tinky-Winkys, Dipsys und Pos geentert worden? Zu meiner Erleichterung stelle ich fest, dass die Kommunikationsfähigkeit dieser Knuddelviecher über verzücktes Quietschen und Ein-Wort-Sätze hinausgeht. Mit der Stimme einer Zimmergenossin spricht ,ich ein Wesen aus einem rolli an: „Wir sollen Schwimmwesten anlegen. Und wenn Du kein Regenzeug dabei hast, kannst Du Dir aus den Schränken im Durchgang eine wetterfeste blaue Hose und Jacke nehmen.“ Ach so, daher die einheitliche Montur!

Da das einzig wirklich Wetterfeste an mir meine Gummistiefel sind, gehe ich zu dem Schrank mit der Kleidung. Die Hosen sind im Taillen kaschierenden Latzhosenstil geschnitten und wirken weder aufdringlich sexy noch sportlich. Den Jacken sieht man ihre erprobte Wetter- und Windbeständigkeit schon von Weitem an. Ich unterdrücke jede herpesfördernde Vorstellung, wie vielen Abenteurern vor mir die Kapuzenschließe im Hals-Mund-Bereich vor den Unbillen des Wetters geschützt hat …

Und nun noch die Schwimmwesten über die blaue Kostümierung. Oh Gott, welche grazile Elfe hat diese Weste nur zuvor getragen?! Wie praktisch, dass die beiden Seitenbändel stufenlos der eigenen Fülle angepass werden können. Etwas weniger erotisch, aber ansonsten ähnlich einer Korsettverschnürung sind hierbei die unterstützenden Hände eines Partners sehr hilfreich. Ich fühle mich nun sicher wie in Abrahams Schoß – und unbeweglich wie ein Hinkelstein!

Zum Halsen wird noch jemand an einem der Seile im Vorschiff benötigt. Beim Kreuzen fährt das Schiff der Nase nach im Zick-Zack-Kurs gegen die Windrichtung auf ein bestimmtes Ziel zu, beim Halsen dreht es mit seinem Hinterteil durch den Wind. Die hierfür notwendigen Aktionen werden auf mehrere Akteure an den unterschiedlichen Stellen des Schiffes aufgeteilt. Immer zu zweit wird gekurbelt, gefiert oder an Seilen gezogen.

… Ich kurbel und ziehe, was das Zeug hält beziehungsweise was meine Muskeln hergeben. Zugegebenermaßen ist das nicht allzu viel, doch meine Kurbelteampartnerin gleicht das glücklicherweise aus. Eimerweise Asche auf mein Haupt, dass ich jemals geglaubt habe, Segeln für behinderte Menschen könne nicht anstrengend sein!!! Den unvermeidlichen Muskelkater, der sich nach dem zweiten Tag einstellt, nehme ich als gerechte Strafe einer wie auch immer gearteten höheren Macht für meine frevelhaften Gedanken reumütig an.









Kapitelübersicht:

Vorwort

Wie alles für mich begann

Platz ist in der kleinsten Hütte … oder !?

Frühstückszeit

Auf dem Weg nach oben

Wir segeln

Spaghetti á la Irgendwas

Das Verhältnis zum Wettergott

Starke Männer (und Frauen) gesucht

Abendstimmung

Nebel des Grauens

Trockenfallen

Der weiße Hai

Segelchinesisch für Anfänger

Das erste Mal

Springende Bäume und andere Herausforderungen

Von Mauern, Gurken und Integration

Ein spezielles Dankeschön


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